Wer frisch in die Welt der Sublimation einsteigt, steht schnell vor einer Wand: Man möchte Tassen bedrucken, aber auch Mousepads, Puzzles oder Textilien. Kauft man für alles Einzelgeräte, ist man schnell ein kleines Vermögen los.
Genau hier stößt man bei der Suche unweigerlich auf die Vevor 5 in 1 Transferpresse. Ein Kombigerät, das alles in einem Paket verspricht – und das zu einem unschlagbar günstigen Preis.
Aber taugt so eine China-Presse im Alltag wirklich etwas? Kann ein einziges Gerät all diese Aufgaben vernünftig erledigen oder kauft man am Ende doch zweimal? In diesem Erfahrungsbericht teile ich meine ehrlichen Eindrücke aus der Praxis mit dir und zeige dir die Stärken, aber auch die ganz klaren Schwächen der Vevor 5 in 1.

Der Lieferumfang: Was ist alles dabei (und was brauchst du wirklich)?
Das „5 in 1“-Paket kommt mit einer ganzen Reihe an Aufsätzen zu dir nach Hause. Neben der eigentlichen Flachpresse (30×38 cm) stecken im Karton:
Ein Tassenaufsatz (Manschette)
Zwei Aufsätze für Kappen (Caps)
Zwei unterschiedliche Tellerpressen

Die Realität in der Praxis:
Ich bin ehrlich: Ich nutze ausschließlich die Flachpresse und die Tassenpresse. Die beiden Tellerpressen kommen für mich überhaupt nicht infrage. Warum? Sublimierte Teller sind im Grunde reine Deko-Objekte. Wenn man im Alltag mit Messer und Gabel darauf herumkratzt, nutzt sich der Druck schnell ab – und man möchte die Partikel ja schließlich nicht im Essen haben. Auch die Kappenpresse hat bei mir bisher keine Verwendung gefunden.
Lass dich vom großen Zubehör also nicht blenden: Am Ende läuft es meistens auf die Klassiker (Flaches und Tassen) hinaus – aber das ist auch völlig okay!

Was läuft richtig gut? Meine Erfahrungen mit der Flachpresse
Die Flachpresse ist das Herzstück des Geräts und funktioniert absolut verlässlich. Ein großer Pluspunkt ist die Justierung: Der Anpressdruck (ob leicht, mittel oder schwer) lässt sich über die Höhenverstellung an der Hauptsäule millimetergenau einstellen. Man dreht im Endeffekt die gesamte Einheit höher oder tiefer, um den perfekten Druck zu bekommen.
Dank dieser Präzision bedrucke ich mit der Vevor am liebsten:
Magnete & Lesezeichen
Korkuntersetzer
Wagenlöser & Schlüsselanhänger
Mousepads
Hier gibt es in der Regel absolut keine Probleme und die Ergebnisse werden knackig und gleichmäßig.

Überraschend konstante Temperaturen:
Ein riesiger Vorteil der Vevor, der mir die Arbeit über die Jahre extrem erleichtert hat: Die Temperaturregelung läuft absolut sauber. Ich hatte in der ganzen Zeit noch nie Probleme beim Sublimieren, weil die Hitze nicht gestimmt hätte. Sämtliche Standard-Parameter für Rohlinge haben bisher allesamt immer auf Anhieb gepasst. Ich musste noch nie nachträglich an den Temperaturen herumschrauben – selbst dann nicht, wenn ich Rohlinge gekauft habe, bei denen vom Hersteller überhaupt keine Parameter mitgeliefert wurden. Man kann sich auf die Gradzahlen des Geräts also vollkommen verlassen.
Ein kleiner Dämpfer bei Großprojekten:
Wenn es an größere Flächen geht – wie zum Beispiel ein A4-Puzzle –, stößt die Presse manchmal an ihre Grenzen. Da kam es schon mal vor, dass der Druck unregelmäßig war und eine Ecke oder ein bestimmter Bereich nicht genug Druck abbekommen hat. Man kann hier zwar über die verbauten Federn am Presskopf noch etwas nachjustieren, aber das erfordert einiges an „Durchprobieren“ und Geduld, bis das Ergebnis überall perfekt stimmt.
Was nervt? Die Schattenseiten und der Platzbedarf der Vevor 5 in 1
Oft liest man in Foren, dass der Umbau der Kabel bei Kombipressen kompliziert sei. Das kann ich so nicht bestätigen: Die Sache mit dem Kabel ist überhaupt nicht wild und in einer Minute erledigt.
Es gibt allerdings eine Sache, die mich tierisch nervt, und das ist der Piepton. Egal ob beim Start der Presse, beim Erreichen der Solltemperatur oder wenn der Timer für den Vorgang abgelaufen ist: Das Gerät stößt einen extrem lauten und schrillen Ton aus. Das lässt sich softwareseitig leider nicht umstellen oder leiser drehen – da muss man einfach durch.
Wichtig – Plane genug Platz ein:
Ein Punkt, den man vor dem Kauf unbedingt bedenken sollte, ist der Platzbedarf. Die Vevor ist eine Schwenkpresse (Swing-Away) – und dafür gebaut, dass man das heiße Oberteil komplett zur Seite dreht. Dafür brauchst du ordentlich Raum! Ich habe einen großen Tisch und die Presse so platziert, dass dahinter, rechts und davor absolut nichts im Weg steht. Hast du zu wenig Platz, neigst du schnell dazu, die Presse nicht weit genug zu schwenken. Die Folge: Beim Einlegen der Rohlinge kommt man verdammt schnell an das heiße Heizelement und verbrennt sich die Finger. Bei mir ist zum Glück noch nichts passiert, aber unterschätze den Schwenkbereich auf keinen Fall.

Meine ultimativen Praxis-Tipps für dich
Damit du mit deiner Vevor-Presse von Anfang an frustfrei arbeitest und deine Ausrüstung schonst, hier meine wichtigsten Kniffe aus der täglichen Praxis:
1. Schutzpapier ist Pflicht: Nutze für die Flachpresse (und theoretisch auch für die Tassenmanschette) definitiv immer Backpapier oder spezielles Schutzpapier. Es schützt die Heizplatte vor austretenden Tintengasen und verhindert, dass du dir nachfolgende Werkstücke versaust.
2. Der Tassen-Trick beim Vorheizen: Die Tassenpresse heizt völlig normal und solide auf. Ich habe mir jedoch angewöhnt, während des Auf- und Anheizens immer eine alte, ausgediente Tasse in die Manschette einzuspannen. Das schont das empfindliche Heizelement enorm, weil es die Hitze gleichmäßig abgeben kann und sich nicht verzieht.
3. Der „Striche-Trick“ an der Säule: Da der Anpressdruck über die Höhenverstellung der Säule geregelt wird, musst du den Abstand jedes Mal anpassen, wenn sich die Dicke deines Materials ändert. Meine Magnete sind beispielsweise deutlich dicker als ein flaches Puzzle oder ein Mousepad. Um mir das ewige Rätselraten zu ersparen und nicht unnötig Rohlinge zu versauen, habe ich mir angewöhnt, kleine Markierungsstriche an der Säule zu machen, sobald ich für ein bestimmtes Produkt die perfekte Höhe gefunden habe. Mit den Strichen hast du die perfekte Wiederholbarkeit ohne Frust.

4. Achtung bei Tassen: Den Boden vorheizen! Ein Phänomen, das vermutlich auf fast alle Tassenpressen am Markt zutrifft: Der Keramikboden einer Tasse ist deutlich dicker als die restliche Wandung. Wenn du die Tasse einfach so einspannst, zieht der kalte Boden die Hitze weg. Die Folge sind blasse oder verschwommene Ränder im unteren Bereich der Tasse. Die Lösung: Schnapp dir vor dem Pressen einen normalen Föhn und heize den Boden der Tasse kurz manuell vor. So verhinderst du Fehldrucke!
5. Das Limit beim Motiv-Umfang (Presse vs. Ofen): Wenn du ein Motiv rund um die Tasse jenseits der Standardmaße drucken willst, stößt die Manschette an ihre physikalischen Grenzen. Bei einer Motivbreite von bis zu 205 mm bekommt man mit der Vevor noch richtig scharfe Kanten – das entspricht etwa einem Abstand von 1 bis 2 cm links und rechts vom Henkel. Wenn du ein „Full-Wrap“-Design möchtest, das noch näher an den Henkel herangeht, ist die klassische Manschette limitiert. Hier zieht sie im Vergleich zum Sublimations-Ofen den Kürzeren, da man im Ofen locker 2 cm mehr Bildfläche herausholen kann.

Fazit: Würde ich die Vevor 5 in 1 heute noch empfehlen?
Ein ganz klares: Ja, auf jeden Fall!
Für den Einstieg in die Sublimation ist dieses Gerät absolut optimal. Man muss nicht direkt vierstellige Summen für Profi-Equipment auf den Tisch legen, um professionelle Ergebnisse zu erzielen. Ich verdiene mittlerweile seit über zwei Jahren Geld mit meinen Sublimationsprodukten und selbst für den gewerblichen Nebenerwerb im kleineren Stil ist die Vevor-Presse nach wie vor vollkommen ausreichend.
Wer mit dem lauten Piepen leben kann und sich hauptsächlich auf Tassen und flache Artikel konzentriert, macht hier absolut nichts falsch.
Wo kauft man die Vevor 5 in 1 am besten?
Du hast beim Kauf im Grunde zwei sehr gute Optionen. Ich habe dir beide Plattformen hier direkt verlinkt:
Hier geht’s zur Vevor 5 in 1 auf Amazon* (Ideal für alle, die den gewohnten Amazon-Service und schnellen Prime-Versand nutzen wollen).
Hier geht’s zur Vevor 5 in 1 direkt im Vevor-Shop* (Häufig der günstigste Preis, da Vevor oft direkt mit Rabattcodes arbeitet).
Mein persönlicher Tipp: Ich habe meine Presse damals direkt über den Vevor-Shop bestellt. Der Versand erfolgte super schnell, die Verpackung war top und es kam alles bestens und unbeschädigt bei mir an. Du kannst dort also völlig bedenkenlos direkt ordern!
(Hinweis: Bei den Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis natürlich überhaupt nichts! Vielen Dank für deine Unterstützung!)


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